Hartmut Ebbing

Dienstreise nach Bonn

Kuratoriumssitzung der Stiftung "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland"

Über die parlamentarischen Tätigkeiten in Ausschüssen und Plenum hinaus nehmen die Mitglieder des Deutschen Bundestags oft weitere vielfältige und interessante Ämter war. Ob Kuratorien von Stiftungen des Bundes, verschiedenste Bei- und Stiftungsräten, fast jeder Abgeordnete engagiert sich neben seinem Mandat in einem solchen Gremium.

So wurde auch ich in den Stiftungsrat des Humboldt-Forums, in das Kuratorium der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Kuratorium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, sowie als Stellvertreter in das Kuratorium der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Mit diesen Mitgliedschaften geht in der Regel auch viel Arbeit einher. Sitzungen müssen vorbereitet, Termine für Gespräche mit den anderen Mitgliedern vereinbart und oft auch Dienstreisen zu den Tagungsorten organisiert werden.

Am vergangenen Freitag, den 22. Juni, war es wieder einmal so weit, denn die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland lud zur regelmäßig stattfindenden Kuratoriumssitzung nach Bonn

Die Stiftung wurde 1990 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die deutsche Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1945 durch umfangreiche Sammlungen und Sicherung von historischen Objekten zu vermitteln. Dabei besteht das Haus der Geschichte aus vier verschiedenen Museen in drei deutschen Städten. Dazu gehört das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig, der Tränenpalast und das Museum in der Kulturbrauerei in Berlin, sowie das Haus der Geschichte in Bonn, welches auch als Sitz der Stiftung und als Tagungsort des Kuratoriums dient.

So flog ich am vergangenen Freitag mit einem der ersten Flieger vom Flughafen Tegel nach Köln und reiste von dort weiter in die ehemalige Bundeshauptstadt. Vor Ort nahm ich darauf mit meinem geschätzten Parteikollegen und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Alexander Graf Lambsdorff an der gut vierstündigen Sitzung des Kuratoriums teil.

Als aufsichtsführendes Organ beschäftigen wir uns vor allem mit Fragen bezüglich des Haushaltes, den Grundzüge der zukünftigen Programmgestaltung und wichtigen Stellenbesetzung. Dabei werden die Mitglieder des Deutschen Bundestages ergänzt durch Vertreter der Bundesregierung und des Bundesrates.

Bedanken möchte ich mich bei all meinen Kollegen, welche fraktionsübergreifend an einer gemeinsamen Strategie für die zukünftige Ausrichtung der Stiftung gearbeitet haben. Es zeigt sich, dass fernab von hitzigen Debatten Kompromisse gefunden und parteiübergreifend gearbeitet werden kann. Ich wünsche mir, dass unter den Oppositionsparteien, aber vor allem in der Regierung das Gebot des Kompromisses und der sachlichen Zusammenarbeit wieder stärker beherzigt wird. Denn wir sind gewählt worden, um Probleme zu lösen, und nicht, um neue zu schaffen oder den Status quo zu verwalten.